Brustzentrum und Prostatakarzinomzentrum der Asklepios Klinik Weißenfels erneut zertifiziert
Weißenfels, 10. Juni 2026: Eine Krebsdiagnose verändert plötzlich alles. Für viele Betroffene stellen sich dann sofort wichtige Fragen: Wo finde ich die richtige Behandlung? Muss ich dafür weite Wege auf mich nehmen? Für Menschen in der Region Weißenfels bietet die Asklepios Klinik Weißenfels mit dem Brustzentrum und dem Prostatakarzinomzentrum zwei spezialisierte Anlaufstellen direkt vor Ort.
In beiden Zentren arbeiten Fachbereiche wie Onkologie, Chirurgie, Radiologie, Psychoonkologie, Sozialdienst und weitere Partner eng zusammen. Nun wurden beide Zentren erneut erfolgreich zertifiziert. Damit bestätigt die Klinik ihre hohe Qualität in der onkologischen Versorgung und baut ihre spezialisierten Strukturen weiter aus.
Wer an Krebs erkrankt, braucht schnelle Entscheidungen, klare Abläufe und eine Behandlung, bei der alle Schritte gut aufeinander abgestimmt sind. Ein zentrales Element beider Zentren ist die wöchentliche Tumorkonferenz. Dort besprechen Ärzte verschiedener Fachrichtungen jeden einzelnen Fall gemeinsam. Kein Behandlungsplan wird umgesetzt, bevor er nicht in dieser Runde beraten wurde. Gerade in der Krebsmedizin ist dieses strukturierte Vorgehen ein entscheidender Vorteil, weil unterschiedliche medizinische Perspektiven zusammengeführt werden.
Diese enge fachübergreifende Zusammenarbeit war auch ein wichtiger Grund für die erneute Zertifizierung. Sowohl das Brustzentrum als auch das Prostatakarzinomzentrum erfüllen die hohen Anforderungen der Deutschen Krebsgesellschaft. Die Prüfung fand im Dezember 2025 statt. Die Bestätigung der Zertifizierungen folgte im März 2026.
Das Brustzentrum der Asklepios Klinik Weißenfels besteht seit über 20 Jahren und gehört zu den wenigen Einrichtungen in Sachsen-Anhalt mit diesem spezialisierten Versorgungsangebot. Patienten mit einem auffälligen Befund oder einer Diagnose werden von einem festen Team begleitet. Dazu gehören spezialisierte Brustchirurgen, Radiologen, Onkologen und Fachkrankenschwestern.
„Für viele Frauen ist gerade die Zeit zwischen Diagnose und Behandlungsbeginn die schwierigste“, sagt Dr. med. Kerstin Winkler, Chefärztin und Leiterin des Brustzentrums. „Wir versuchen, diese Phase so kurz und klar wie möglich zu gestalten – mit zügigen Abläufen und einem festen Ansprechpartner, der den Überblick behält.“
Bei auffälligen Befunden wird zunächst mit schonenden Untersuchungsmethoden geklärt, ob tatsächlich eine Krebserkrankung vorliegt. Eine Operation ist dafür nicht immer sofort erforderlich. Wenn operiert werden muss, versuchen die Ärzte möglichst brusterhaltend vorzugehen. Sollte ein Wiederaufbau der Brust notwendig sein, stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung.
Welche weiteren Behandlungen sinnvoll sind, entscheidet das Team gemeinsam in der Tumorkonferenz. Zur Therapie gehören auch Unterstützung bei seelischen Belastungen sowie die Begleitung durch den Sozialdienst. „Beides ist kein Zusatzangebot, sondern fester Bestandteil der Behandlung“, betont Dr. Winkler. Auch nach Abschluss der Therapie werden die Patienten über mehrere Jahre weiter begleitet.
Das Prostatakarzinomzentrum der Klinik wurde in den vergangenen Jahren umfassend neu ausgerichtet. Die Urologie arbeitet eng mit der onkologischen Ambulanz, der Strahlentherapie, der Nuklearmedizin sowie externen Pathologie- und Radiologiepraxen zusammen. Ziel ist eine lückenlose Versorgungskette – von der Früherkennung über die Therapie bis zur Rehabilitation.
„Prostatakrebs ist in vielen Fällen gut behandelbar. Die Behandlung ist jedoch komplex und kann Auswirkungen auf die Lebensqualität haben, die man nicht unterschätzen sollte“, erklärt Dr. med. André Schumann, leitender Arzt des Prostatakarzinomzentrums.
Auch hier gilt: Kein Patient durchläuft die Behandlung allein mit einem einzigen Arzt. Die wöchentliche Tumorkonferenz bringt alle beteiligten Experten zusammen. Ergänzt wird die medizinische Behandlung durch Physiotherapie, Ernährungsberatung und Seelsorge.
„Unser Anspruch ist es, jeden Patienten umfassend zu begleiten und nicht nur die Erkrankung zu therapieren“, macht Dr. Schumann deutlich.
Für viele Betroffene beginnt mit einer Krebsdiagnose eine Zeit voller Unsicherheit. Umso wichtiger sind verlässliche Strukturen, feste Ansprechpartner und eine Behandlung, die medizinisch abgestimmt ist.
„Eine gute Krebsbehandlung entscheidet sich nicht allein im Operationssaal oder im Behandlungszimmer. Entscheidend ist, dass alle Fachbereiche eng zusammenarbeiten und Patienten von der Diagnose bis zur Nachsorge verlässlich begleitet werden“, sagt Regionalgeschäftsführer Patrick Hilbrenner.
Die erneute Zertifizierung beider Zentren bestätige den hohen Anspruch, den die Asklepios Klinik Weißenfels an die medizinische Versorgung stelle. Gerade für Menschen in ländlicheren Regionen sei es wichtig, spezialisierte Angebote wohnortnah erreichen zu können.
„Viele Patienten stehen nach einer Krebsdiagnose ohnehin unter enormer Belastung. Wenn sie für Diagnostik, Therapie und Nachsorge nicht zusätzlich weite Wege auf sich nehmen müssen, ist das ein großer Vorteil“, ergänzt Hilbrenner.
Mit dem zertifizierten Brustzentrum und dem zertifizierten Prostatakarzinomzentrum stärkt die Asklepios Klinik Weißenfels die wohnortnahe Krebsversorgung in der Region und bietet Betroffenen spezialisierte Hilfe aus einer Hand.