Sven Czekalla gewinnt Stichwahl im Saalekreis deutlich

Sven Czekalla gewinnt Stichwahl im Saalekreis deutlich

CDU-Kandidat setzt sich mit 54,34 Prozent gegen Uwe Arendt durch – Amtsantritt am 1. November 2026

Merseburg, 28. Juni 2026 – Sven Czekalla wird neuer Landrat des Saalekreises. Der CDU-Politiker hat die Stichwahl am Sonntagabend klar für sich entschieden und sich gegen den AfD-Bewerber Uwe Arendt durchgesetzt.

Nach dem vorläufigen Endergebnis des Kreiswahlbüros entfielen auf Czekalla 36.970 Stimmen. Das entspricht 54,34 Prozent. Uwe Arendt erhielt 31.061 Stimmen und kam damit auf 45,66 Prozent. Der Abstand zwischen beiden Bewerbern beträgt 5.909 Stimmen.

Damit konnte Sven Czekalla das Ergebnis aus dem ersten Wahlgang deutlich drehen. Am 7. Juni hatte Arendt noch mit 43,26 Prozent vorn gelegen, während Czekalla damals 36,63 Prozent erreichte. In der Stichwahl legte Czekalla deutlich zu und gewann am Ende mit klarem Vorsprung.

Auch regional zeigt sich ein eindeutiges Bild: Czekalla lag in 16 von 20 Städten und Gemeinden des Saalekreises vorn. Besonders starke Ergebnisse erzielte er unter anderem in Salzatal, Kabelsketal, Landsberg, Merseburg und Steigra. Uwe Arendt konnte sich in vier Kommunen durchsetzen, darunter Bad Dürrenberg, Bad Lauchstädt sowie in den Weida-Land-Ortsteilen Schraplau und Farnstädt.

Die Wahlbeteiligung lag bei rund 44,8 Prozent. Von 153.450 Wahlberechtigten gaben 68.681 ihre Stimme ab. Im ersten Wahlgang hatte die Beteiligung noch bei 49,3 Prozent gelegen. Insgesamt wurden 650 Stimmen als ungültig gewertet. Ausgezählt wurden alle 201 Stimmbezirke im Saalekreis.

Direkt nach Schließung der Wahllokale um 18 Uhr begann die Auszählung in den Urnenwahllokalen und Briefwahlbezirken. Zahlreiche ehrenamtliche Wahlhelfer sorgten dafür, dass das vorläufige Endergebnis noch am Wahlabend feststand. Die Auszählung fand bei hochsommerlichen Temperaturen statt, was den Einsatz in den Wahllokalen zusätzlich erschwerte.

Vor der Stichwahl hatten sich Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen im Saalekreis für Sven Czekalla ausgesprochen. Beide Parteien sahen in ihm die demokratische Alternative. Der parteilose Bewerber Lars Zaruba, der im ersten Wahlgang 6,94 Prozent erreicht hatte, gab keine Wahlempfehlung ab.

Der Wahlkampf wurde zudem von einem laufenden Disziplinarverfahren gegen Uwe Arendt begleitet. Nach Berichten der Mitteldeutschen Zeitung soll der Polizeibeamte trotz Krankschreibung Wahlkampftermine wahrgenommen und unter dem Künstlernamen „DJ Eddy“ aufgelegt haben. Arendt wies die Vorwürfe zurück.

Sven Czekalla übernimmt das Amt des Landrates am 1. November 2026. Er folgt auf den parteilosen Hartmut Handschak, dessen Amtszeit am 31. Oktober endet. Das amtliche Endergebnis wird der Kreiswahlausschuss in den kommenden Tagen in einer gesonderten Sitzung feststellen.