Zwei Millionen Euro für neue Schwimmhalle in Merseburg

Zwei Millionen Euro für neue Schwimmhalle in Merseburg

Der geplante Neubau der Merseburger Schwimmhalle erhält Unterstützung vom Bund: Zwei Millionen Euro sollen aus dem Förderprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“, bekannt als „Sportmilliarde“, in das Vorhaben fließen. Die Finanzierung bleibt jedoch eine große Herausforderung.

Kurz vor der Feier zum 50-jährigen Bestehen der bisherigen Schwimmhalle am 10. Oktober gibt es damit einen wichtigen Fortschritt. Nach Angaben der Stadt stehen zusammen mit den rund 7,3 Millionen Euro, die der Stadtrat aus dem kommunalen Anteil am Sondervermögen bereitgestellt hat, nun insgesamt rund 9,3 Millionen Euro zur Verfügung. Die Gesamtkosten für den Neubau werden auf etwa 33 Millionen Euro geschätzt.

Oberbürgermeister Sebastian Müller-Bahr begrüßt die Bundesförderung als wichtigen Schritt. Gleichzeitig macht er deutlich, dass Merseburg das Vorhaben nicht allein finanzieren kann. Weitere Unterstützung aus der Region, vom Saalekreis und insbesondere vom Land Sachsen-Anhalt sei notwendig.

Wie dringend der Neubau ist, zeigen zwei Gutachten: Demnach ist eine Sanierung der bestehenden Schwimmhalle nicht mehr möglich. Technische Defekte, fehlende Ersatzteile oder Schäden an der Bausubstanz könnten dazu führen, dass die rund 50 Jahre alte Halle kurzfristig schließen muss.

Die Schwimmhalle hat eine Bedeutung weit über Merseburg hinaus. Sie wird für das Schulschwimmen, den Vereinssport sowie die Ausbildung von Rettungskräften, Polizei und Bundeswehr genutzt.

Die Stadt will deshalb weiter daran arbeiten, die verbleibende Finanzierungslücke zu schließen. Ziel ist es, den Neubau rechtzeitig auf den Weg zu bringen und das Schwimmangebot für weite Teile des Saalekreises langfristig zu sichern.

Quelle: Stadt Merseburg, Pressemitteilung vom 23. September 2026